Bild: Tempora Nostra: Geschichte sehen - hören - begreifen

Schuh-Bauanleitung


2 Methoden

2 Methoden

A oder P

Abb. 3 − praktisch oder authentisch
Abb. 3 − praktisch oder authentisch

Im allgemeinen wurden Schaft und Sohle im Hochmittelalter anders vernäht als heute. Schuhe wurden genäht wie andere Kleidungsstücke auch. Eine dünne Sohle wurde mit einem dünnen Schaft auf links zusammengenäht und das ganze wurde dann auf rechts gedreht (umgekrempelt). Die Naht war komplett im Schuh und unsichtbar. Für Reperaturen wurden außen kleine Lederlappen aufgenäht. Eine andere Variante besteht aus Stoffbeinlingen, die auf der Unterseite dünne Ledersohlen aufgenäht hatten. Solch dünne Schuhe wurden aber wahrscheinlich nur am Hofe oder in geschlossenen Gebäuden getragen. Sie wurden von Männern und Frauen im gleichen Maße getragen.
Wer eine dickere Sohle in den Schuh mit einnähen möchte, um dem ganzen Stabilität zu verleihen, muß eine andere Technik verwenden, denn ein auf links genähter Schuh mit einer dicken Sohle läßt sich nicht mehr auf rechts drehen. Die Sohle ist so steif, daß der Schuh auf die Sohle aufgenäht werden muß. Der Nachteil hierbei ist, daß die Naht auf der Unterseite des Schuhs blank offen liegt, und daher mit einer zusätzlichen Sohle überklebt werden muß, um nicht durch den rauhen Boden weggeschliffen zu werden.

Im allgemeinen wurden Schaft und Sohle im Hochmittelalter anders vernäht als heute.


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