Bild: Tempora Nostra: Geschichte sehen - hören - begreifen

Schuh-Bauanleitung


Abschließende Arbeiten

Abschließende Arbeiten

Die Ferse

Die Ferse kann nach dem Annähen des Schaftes noch verbessert werden. Beim Anprobieren stellen wir fest, daß die Ferse unten zwar schön fest sitzt, aber nach oben hin zu locker wird. Dazu schneiden wir wie in der folgenden Abbildung gezeigt, ein Stück heraus und nähen das so entstandende Loch durch Verbinden von beiden Seiten zu.

Abb. 18: Die eingeschnittene Ferse von hinten
Abb. 18: Die eingeschnittene
Ferse von hinten

So entsteht eine Verengung, die aber, da der Schuh zum Rand hin wieder breiter wird, sich nicht in die Archillessehne schneidet. Nach diesem Prinzip kann der Schuh an verschiedenen Stellen verbessert werden.

Abb. 19:  Die angepaßte Ferse von der Seite
Abb. 19: Die angepaßte Ferse
von der Seite

Um die Trittstabilität des gesamten Schuhs zu verbessern, ist es ratsam, ein kleines dreieckiges oder rechteckiges Stück Leder in die Ferse einzukleben, um dort die Wand zu verdicken. Am oberen Ende vom Spann kann ein kleiner Einschnitt in den Schaft erfolgen, um den Einstieg zu erleichtern. Dies wurde beim mittelalterlichen Schuh auch so gemacht, ist also historisch belegt.

Schnürsenkel

Lederriemen wurden im Mittelalter gerne für Zaumzeugs, Schwertgurte und ähnliches genommen. Als Schürsenkel empfehle ich dem strengen Authentiker jedoch Stoffbänder. Die sind letztendlich auch besser zu binden als das steife Lederzeug.

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