Bild: Tempora Nostra: Geschichte sehen - hören - begreifen

Moderne und historische Werkzeuge im Eigenbau



Löten und Reinigen

Löten
Löten

Das Werkstück wird zweckmäßigerweise mit einer Zange an der Schlaufe festgehalten, und am Anfang der Lötstelle erwärmt, so daß sich das Borax kurz aufbläht um dann zu schmelzen und eine glasige Schicht um das Werkstück zu legen.


Die Stelle wird weiter erwärmt, sie fängt an zu glühen. Nun beobachten wir, wie das Kupfer schmilzt und unter dem Borax anfängt über den Eisendraht zu fleißen. In dieser Bildfolge sind die verschiedenen Stadien erkennbar. Links fängt das Kupfer gerade an zu glühen. In der Mitte hat das Kupfer kleine Tröpchen gebildet. Rechts sieht man, wie die Tröpfchen zerflossen sind, und in den Spalt zwischen den Drähten fließen.

Kupferperlen zerfließen
Kupferperlen zerfließen

Nach dem Abkühlen wird das Borax grob mit einer Zange abgeknirscht und eventuelle Unebenheiten werden mit Schmirgelpapier glattgeschliffen. Das "Abknirschen" nutzt aus, daß das Borax glashart ist, und bedeutet nichts anderes, als das der Draht überall der Länge nach kurz mit der Zange gedrückt wird. (Man hört ein leises Knirschen.)
Zum Abschleifen kann man die Spitze der Borste in einen Schraubstock o.Ä. einspannen und in die Öse einen Schraubenzieher o.Ä. stecken, so daß man die Borste unter mechanischer Spannung halten kann, wärend man sie mit Schmirgelpapier der Lange nach glättet.
Am Ende knipst oder schleift man noch die Spitze zurecht, fertig ist die Metallborste!

"Abknirschen" vom Borax
"Abknirschen" vom Borax


Reinigen und glätten der Borste mit Schmirgelpapier
Reinigen und glätten der Borste mit Schmirgelpapier

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