Bild: Tempora Nostra: Geschichte sehen - hören - begreifen

Met von Philipp Klostermann

Einleitung   |   Zutaten   |   Werkzeuge   |   Vorbereitung   |   Gärstart   |   Während der Gärung   |   Abschließende Arbeiten

Gärstart

Nun wird die Flüssigkeit in den Gärbehälter gefüllt und der anfangs vorbereitete Starter (Apfelsaft mit Hefe) wird dazu geschüttet. Der Behälter muss möglichst hoch gefüllt sein, damit sich möglichst wenig (schädliche) Luft im Behälter befindet, was die Gefahr des Umkippens verringert.
Bei der alkoholischen Gärung entsteht grob gesagt aus Zucker und Wasser Alkohol und Kohlendioxid. Das Kohlendioxid steigt in Form von Bläschen an die Oberfläche, und legt sich auf diese, und schützt sie so vor Luft, da es schwerer als Luft ist. Irgendwie muss das überschüssige Kohlendioxid den Gärbehälter verlassen.
Dazu wird der Gärbehälter mit einem Gummi- oder Korkstopfen und einem Gärverschluss verschlossen. Ein Gärverschluss ist eine Vorrichtung, die das austreibende Kohlendioxid entweichen lässt, aber keine Luft, Fliegen, Pilzsporen etc. von außen hereinlässt. Dabei gibt es zwei Bauarten:

Bild: Das klassische Gährröhrchen

Das klassische Gär- Röhrchen ist ein S-förmig gebogenes Glasröhrchen mit zwei Verdickungen. Es wird mit Wasser gefüllt und mit dem Stopfen in die Öffnung des Gärbehäters gesteckt. Das Kohlendioxid treibt nun das Wasser nach außen, bis die 2. Verdickung erreicht wird, wo es dann in Form von Blasen aufsteigt. Das ergibt das typische plopp-plopp-plopp Geräusch bei der Gärung.


Bild: Die etwas modernere Variante

Becherveschlüsse (oder so) bestehen aus zwei Bechern. Ein Becher hat am Boden ein Röhrchen, was in den Pfropfen gesteckt wird und in der Mitte eine kleine Säule, die das Röhrchen von unten verlängert. Der andere Becher wird umgekehrt in den einen Becher gesteckt und ist so groß, dass seine Wand zwischen die Säule und Außenwand paßt. Ist der untere Becher zur Hälfte mit Wasser gefüllt, treibt das Kohlendioxid den oberen Becher nach oben, bis eine Blase an der Außenwand hochsteigt und der Becher wieder heruntersinkt. Dadurch entsteht das typische ploppklack-ploppklack-ploppklack Geräusch.


In der Anfangszeit ist die Gärung sehr heftig, so dass das Gärgut schäumt. Das kann dazu führen, dass Schaum in den Gärverschuß getrieben wird. Dann ist der Gärspund (so heißt das Teil auch) zu reinigen und das Wasser auszuwechseln. Das muss schnell gehen, damit das Gärgut nicht so lange offen steht.

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