Bild: Tempora Nostra: Geschichte sehen - hören - begreifen

Einleitung von Philipp Klostermann


Einleitung

In diesem Artikel geht es darum, einen Abguss von einem nicht-hinterschnittenen Objekt, wie es z.B. im Kapitel Zinnguss hergestellt wird, zu erstellen. Dabei soll Formsand benutzt werden. Die hier beschriebenen Arbeiten können nicht mehr so ohne weiteres in der Küche gemacht werden, wie das noch beim 1. Kapitel der Fall war. Diesmal ist es auch nicht so, dass alle benötigten Werkzeuge und Materialien im Baumarkt zu haben sind. Natürlich ist es auch möglich, mit Formsand Objekte in Zinn zu gießen, was man wiederum in der heimischen Küche machen könnte, aber Formsand hält höhere Temperaturen aus, und das wollen wir nutzen.
Die einzelnen Schritte werden anhand eines Beispiels mit Hilfe zahlreicher Bilder beschrieben.
Außerdem stelle ich ein einfaches Konzept vor, wie mit einer einfachen Schmiedeesse und ein paar Schamottsteinen leicht ein provisorischer aber leistungsfähiger Schmelzofen hergestellt werden kann.
Beim hier beschriebenen Guss mit Formsand wird ein zweiteiliger Rahmen mit Formsand gefüllt, darin ein Abdruck von einem Objekt genommen und in den Abdruck ein flüssiges Metall gegossen. Der Formsand muss dafür nicht trocken, d.h. er kann sofort nachdem der Abdruck gemacht wurde, verwendet werden. Die Form kann nur einmal verwendet werden, da der Formsand zu instabil ist, um beim Öffnen der Form nach dem Guss die Form zu behalten. Außerdem "verbrennt" der Formsand an den Stellen, wo er das heiße Metall berührt.

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