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Fleischhaken

Fleischhaken
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Quellen

Quellenprobleme


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Quellen

Quelle Fleischhaken

Aus: The Medieval Household - Daily Living c.1150-c.1450
Medieval finds from excavations in London:6
Geoff Egan; ISBN 0-11-290490-4

Fleischhaken
Ceramic Phase 9 (1270 - 1350)
Länge 107 mm; Schaft unterteilt sich in drei gebogende Zinken; Griff fehlt


Quelle Fleischhaken
Quelle Fleischhaken

Aus: Augrabungen in Schleswig
Mittealterliche Eisenfunde aus Schleswig
Hilke Elisabeth Saggau; ISBN 3-539-01464-8

Fleischhaken
Links: fragmentarischer zweizinkiger Haken, der mit seiner Angel in einem vermutliche hölzernen Griff befestigt war (11. Jahrhundert).
Rechts:dreizinkiges Exemplar, dessen breit ausgeschmiedetes Ende zu einer Schaftöse umgeboden ist (um 1280).
(Abbildungen hier ohne Maßstab)


Quelle Fleischhaken

Marciejowski-Bibel (um 1260, Frankreich)

Fleischhaken
Offenbar zweizinkiger Fleischhaken mit gedrechseltem Griff, der ebenfalls gedrechselte Quer-Verzierungsrillen aufweist.


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Quellenprobleme

Hier zeigt sich einmal wieder das Problem der unzureichenden Fundlage.
Als Vorbild für den von uns rekonstruierten Fleischhaken dient hauptsächlich der Londoner Fund. Der Griff wiederum, der nicht erhalten blieb, ist einer Abbildung aus der Marciejowski-Bibel nachempfunden; das Bild für den Griff stammt also aus Frankreich. Der Fleischhaken selber scheint auf dieser Abbildung jedoch zweizinkig zu sein.
Deutsche Funde aus Schleswig weisen einen zweizinkigen Fleichhaken aus dem 11. Jahrhundert auf und einen dreizinkigen aus der Zeit um 1280. Letzterer ist jedoch von einer anderen Form.
Unser Rekonstuktionsversuch ist also eine Extrapolation aus dem uns zur Verfügung stehenden Material; mit anderen Worten: so könnte ein Fleischhaken in Deutschland um 1300 ausgesehen haben.