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Cotta lang Mann

vergrößerte Darstellung einer langen Maennercotta
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Quellen

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Beschreibung:

Die Cotta war das Haupt-Kleidungsstück im Hochmittelalter. Sie wurde über dem Unterkleid getragen und zwar durch alle Stände hindurch, sowohl von Männern als auch von Frauen.

Die hier abgebildete Cotta ist die Cotta eines wohlhabenden Mannes aus einem roten, mit Cochenille und Krapp gefärbten Wollstoff. An den Seiten sind breite Keile eingesetzt, nicht nur um mehr Bewegungsfreiheit zu erhalten, sondern auch einen reicheren Faltenwurf. Diese Cotta ist knöchellang, also länger als die Arbeiscotta eines einfachen Mannes. Die Ärmel sind am Unterarm eng anliegend und werden mit einer ganzen Reihe von kleinen Messingknöpfen geschlossen. Hier ist ein schnelles Hochkremplen nicht mehr möglich. All diese Merkmale der Cotta weisen bereits optisch darauf hin, dass dieser Mann keine körperliche Arbeit verrichten muss und außerdem das Geld hat, um sich einen teueren, weil leuchted gefärbten, Stoff leisten kann.
Es handelt sich hier jedoch nicht um eine Prunk-Cotta. Nach oben hin sind da noch ganz anderen Dinge möglich (Seiden-/Brokat-Stoffe, kostbare Fütterung mit Pelz oder Seide und aufwändige Verziehrungen mit Borten, Beschlägen und/oder Stickerei).

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Quellen

Abbildung eines wohlhabenderen Mannes aus der Manesseschen Liederhandschrift
Aus: Die Manessesche Liederhandschrift
Schweiz, um 1310


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Mode im Mittelalter


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